Vista SP1 auf einer Linux Dual Boot Maschine

Posted by Olli on 22. April 2008 under Windows, mal kurz erklärt | 2 Kommentare

Ich habe lange überlegt, ob ich mein Vista auf SP1 bringen soll. Eigentlich benutz ich Vista nur zum spielen. Aber genau hier liegt der Kasus Knaktus. Jedes mal wenn ich online zocken will muss ich dafür ein Lan Kabel quer durch die Wohnung ziehen, denn mein WLAN hat unter Vista mit diversen Verbindungseinbrüchen zu kämpfen. ( Was unter Linux übrigens nicht der Fall ist.. )

Und genau hier kommt für mich SP1 ins Spiel. MS verspricht uns nämlich im Rahmen seines ServicePacks gravierende Verbesserungen des gesamten Netzwerkstacks von Vista. Also frisch fromm fröhlich frei ans Werk und ein bischen nach Erfahrungen anderer Leute gegooglet. Und ZACK, schon tritt die Ernüchterung ein.

Das Vista SP1 harmoniert so gar nicht mit Dual Boot Installationen, naja nur dann nicht wenn man dem MS Bootloader abschwört und begeisterter GRUB User ist. Da bricht die Installation unweigerlich ab, WARUM ? Weil Vista unbedingt den MBR mit seinem BitDefender schätzen möchte. Dem geneigten User bleibt hier die Entscheidung leider nicht überlassen… Jetzt mal ehrlich Microsoft, da hättet ihr aber noch wesentlich wichtigiere Kriegsschauplätze gehabt als den MBR. Naja hier ein Kochrezept wie ihr euer Dual Boot System weiterfahren könnt und sogar die “Vorteile” von Microsofts Vista Service Pack 1 auskosten könnt.

Ich gehe mal davon aus, das ihr ebenso wie ich Grub einsetzt.

Als erste müsst ihr eine Sicherung eures MBR anfertigen. Dieser ist 512 Byte groß und liegt da wo ihr in hin haben wolltet ( Standard 1. Partition 1. Disk [ /dev/sda ] )

  • dd if=/dev/sda of=/tmp/myMBR.mbr bs=512 count=1

Damit wären wir unter Linux fertig, sichert euch den MBR auf einen USB Stick

( ihr werdet ihn nachher brauchen )

Nun legt ihr eure Vista Installations DVD ein, und begebt euch zur Recorveryconsole

  • #\bootrec.exe /fixMBR

Damit überschreibt ihr euren bisherigen MBR mit dem MS Standard MBR

  • DVD-LW#\boot\bootsect.exe /NT60 All

Hiermit habt ihr nun den Vista Bootloader installiert

Weiter gehts nun in Vista. Wenn ihr euren Rechner neu startet, sollte kein Grub mehr erscheinen, stattdessen werdet ihr direkt zu Vista geschickt. Dort angemeldet öffnet ihr flux die Dos Eingabeaufforderung.

  • #bcdedit /copy {ntldr} /d “Linux Grub”

Dies generiert einen neuen Eintrag für den Vista Bootloader mit dem Namen “Linux Grub” . Speichert den generierten Key in die Zwischenablage

  • #bcdedit /set {***} device boot

Ersetzt “***” durch den Key, denn hier wird das neue Device als bootbar deklariert

  • #bcdedit /set {***} path \myMBR.mbr

Auch wieder den Key einstzen. Fall der Menüpunkt “Linux Grub” gewählt wird, springt automatisch unser guter alter Grub an, denn diesen haben wir ja vorhin gesichert

  • #bcdedit /displayorder {***} /addlast

Nun wieder Vista als Standard Boot Device deklarieren und fertig

Ob ihr wirklich richtig steht seht ihr wenn ihr dieses seht….

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  • Michael Radlmaier said,

    Eine Anmerkung: Wenn man Opensuse mit GRUB nach Windows installiert, wird der GRUB Bootloader eine Option “Windows” enhalten. Wenn man diese dann wählt, erscheint der Windows Bootloader.
    Wenn man Windows nach Opensuse installiert, einfach mit der Repair Option von Opensuse den GRUB wieder reparieren.
    Das ist vielleicht nicht so elegant, für die weniger versierten Anwender aber gefahrlos…

  • admin said,

    Funktioniert natürlich auch. Da hast du Recht! ;-)

Kommentar